Immunpräparate mit Zink im Vergleich: Worauf Verbraucher wirklich achten sollten
Zink ist eines der wichtigsten Spurenelemente für Ihre Gesundheit – und gleichzeitig eines der unübersichtlichsten Themen im Apothekenregal. Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel, organische und anorganische Zinkverbindungen, hoch- und niedrigdosierte Tabletten, Brausetabletten, Kapseln und Lutschtabletten — die Auswahl ist groß. Wir vergleichen für Sie zehn in Deutschland verbreitete Zinkprodukte, erklären die wichtigsten Bewertungskriterien und zeigen, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
Zink: Wissenswertes auf einen Blick
- Zink ist essentiell — der Körper braucht es täglich für Immunsystem, Zellteilung, Haut, Haare und Nägel.
- Arzneimittel sind strenger reguliert als Nahrungsergänzungsmittel — Wirkstoffmenge und Verträglichkeit sind behördlich geprüft.
- Organische Zinkverbindungen (Zink-Aspartat, Zinkbisglycinat, Zinkcitrat) sind in der Regel besser bioverfügbar als anorganische.
- 10–15 mg pro Tag sind für die meisten Erwachsenen ausreichend; die EFSA-Obergrenze liegt bei 25 mg.
- Magensaftresistente Tabletten schonen den Magen — sinnvoll bei längerer Einnahme.
- Bei nachgewiesenem Mangel gehört die Auswahl in die Hand von Arzt oder Apotheker.
Zinkpräparate im Vergleich: Worauf Verbraucher wirklich achten sollten
Zink ist eines der wichtigsten Spurenelemente für Ihre Gesundheit – und gleichzeitig eines der unübersichtlichsten Themen im Apothekenregal. Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel, organische und anorganische Zinkverbindungen, hoch- und niedrigdosierte Tabletten, Brausetabletten, Kapseln und Lutschtabletten — die Auswahl ist groß. Wir vergleichen für Sie zehn in Deutschland verbreitete Zinkprodukte, erklären die wichtigsten Bewertungskriterien und zeigen, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
des Immunsystems
Unsere Empfehlung im Schnellcheck
Unizink® Immun Plus
| Kriterium | Bewertung | Kurzbegründung |
|---|---|---|
| Immun-Kombination | ★★★ umfassend | Zink, Selen sowie Vitamin C und D tragen zur normalen Funktion des Immunsystems bei, plus Vitamin E, Beta-Glucan und Bioflavonoide |
| Bioverfügbarkeit | ★★★ hoch | Organisches Zinkcitrat; in einer Humanstudie so gut resorbiert wie Zinkgluconat (Wegmüller et al. 2014). |
| Verträglichkeit | ★★ gut | Gut verträgliche Hartkapsel zur einmal täglichen Einnahme. |
| Dosierung | ★★★ einfach | 1 Kapsel pro Tag mit 10 mg Zink; einfache, klare Tagesdosis. |
| Darreichungsform | ★★★ Hartkapsel | Magenfreundliche Hartkapsel; auch auf nüchternen Magen einnehmbar, glutenfrei und für Vegetarier geeignet. |
Hinweis: Unizink® Immun Plus, Nahrungsergänzungsmittel mit Zink, Selen und den Vitaminen C, D und E. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.
Unizink® Immun Plus im Online Shop kaufenGroßer Vergleich: Immun-Kombipräparate mit Zink
Die Übersicht zeigt sieben in Deutschland verbreitete Immun-Kombipräparate mit Zink. Die Angaben beruhen auf Herstellerinformationen und öffentlich zugänglichen Beipackzetteln. Einzelne Sorten und Dosierungen können je nach Variante abweichen, maßgeblich ist immer die Packungsangabe.
Hinweis: Die Übersicht ist keine medizinische Empfehlung und ersetzt keine individuelle Beratung in der Apotheke.
NEM= Nahrungsergänzungsmittel
| Produkt | Zinkdosis/Tag | Zinkverbindung | Form | Hersteller | Besonderheiten | Bioverfügbarkeit | Verträglichkeit | Gesamtbewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Unizink® IMMUN PLUS Empfehlung | 10 mg (1 Kps.) |
Zinkcitrat | Hartkapsel | Köhler Pharma | NEM; Immun-Kombi mit Vit. C, D, E, Selen, Beta-Glucan u. Bioflavonoiden | Hoch | Sehr gut | ★★★ |
| Cetebe® ABWEHR plus | 10 mg | Zinkgluconat | Kapsel | STADA Consumer Health | NEM; 3-fach-Kombi mit Vit. C (retardiert) u. Vit. D3 | Mittel | Gut | ★★ |
| Doppelherz® ORTHOPRO Immun | 15 mg | Zinkgluconat | Trinkgranulat | Queisser Pharma | NEM; 21 Mikronährstoffe; Vit. C hochdosiert | Mittel | Gut | ★★ |
| Doppelherz® Zink Immun Depot | 15 mg | Zinkpicolinat | Depot-Tbl. | Queisser Pharma | NEM; + Histidin, Selen, Vit. D; Depot-Wirkung | Mittel | Gut | ★★ |
| Orthomol Immun | 10 mg | Zinkgluconat | Granulat/Tabl. | Orthomol | Bilanzierte Diät; 20+ Mikronährstoffe (Vit. C, D, Selen u. a.) | Mittel | Gut | ★★ |
| Biolectra® Immun Direct | 10 mg | Zinkoxid | Micro-Pellets | Hermes Arzneimittel | NEM; + Histidin, Selen, Vit. D3; ohne Wasser einnehmbar | Niedrig | Mittel | ★ |
Gesamtbewertung: Zusammenfassendes Urteil je Präparat auf Basis der sechs Bewertungskriterien aus Kapitel 3: enthaltene Zinkmenge, Art der Zinkverbindung, Bioverfügbarkeit, Verträglichkeit, Herstellerqualität und Preis-Leistungs-Verhältnis. ★★★ = sehr gut, ★★ = gut, ★ = solide. Die Sterne dienen der Orientierung und sind keine medizinische Empfehlung.
Depot-Tablette: gibt den Wirkstoff nach und nach über mehrere Stunden ab (verzögerte Freisetzung) statt auf einmal – das sorgt für eine gleichmäßigere Zinkversorgung über den Tag.
Produktkategorien: Die verglichenen Präparate gehören zu unterschiedlichen rechtlichen Kategorien. Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind Lebensmittel; sie liefern Nährstoffe wie Zink, Selen oder Vitamine in konzentrierter Form und dürfen das Immunsystem unterstützen, aber keine Krankheiten behandeln. Arzneimittel sind behördlich zugelassen Wirksamkeit, Dosierung und Qualität sind geprüft, und sie dürfen etwa zur Behandlung eines nachgewiesenen Zinkmangels eingesetzt werden. Eine bilanzierte Diät (Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) wie Orthomol Immun ist eine eigene Zwischenkategorie für das Diätmanagement bei bestimmten Erkrankungen und sollte nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden.
Die wichtigsten Bewertungskriterien
Beim Vergleich von Zinkpräparaten sollten Sie die folgenden Kriterien systematisch prüfen:
- Enthaltene Zinkmenge: Wie viel elementares Zink steckt pro Tagesdosis im Präparat? Achten Sie auf den Wert in mg Zink, nicht in mg der Gesamtverbindung.
- Art der Zinkverbindung: Organische Verbindungen wie Zink-Aspartat oder Zinkbisglycinat gelten als gut verträglich und bioverfügbar.
- Bioverfügbarkeit: Studienlage zur jeweiligen Verbindung. Klinisch belegte Resorption ist ein Pluspunkt.
- Verträglichkeit: Magensaftresistente Tabletten sind insbesondere bei längerer Anwendung von Vorteil.
- Qualität des Herstellers: Arzneimittel unterliegen strengeren Qualitätsanforderungen als Nahrungsergänzungsmittel. GMP-Zertifizierung und Produktion in Deutschland sind ein Qualitätsindikator.
Unsere Empfehlung im Schnellcheck: Unizink® Immun Plus
| Kriterium | Bewertung | Kurzbegründung |
|---|---|---|
| Immun-Kombination | ★★★ umfassend | Zink, Selen sowie Vitamin C und D tragen zur normalen Funktion des Immunsystems bei, plus Vitamin E, Beta-Glucan und Bioflavonoide. |
| Bioverfügbarkeit | ★★★ hoch | Organisches Zinkcitrat; in einer Humanstudie so gut resorbiert wie Zinkgluconat (Wegmüller et al. 2014). |
| Verträglichkeit | ★★ gut | Gut verträgliche Hartkapsel für einmal tägliche Einnahme. |
| Dosierung | ★★★ einfach | 1 Kapsel pro Tag mit 10 mg Zink; einfache, klare Tagesdosis. |
| Darreichungsform | ★ Hartkapsel | Magenfreundliche Hartkapsel; auch auf nüchternen Magen einnehmbar, glutenfrei und für Vegetarier geeignet. |
Ergebnis & Empfehlung
Zink ist nicht gleich Zink: Entscheidend sind die Zinkverbindung, die Verträglichkeit und bei nachgewiesenem Mangel der Arzneimittelstatus. Organische Zinkverbindungen sind in der Regel besser bioverfügbar als anorganische.
Zur Unterstützung des Immunsystems: ein gut bioverfügbares Zink in Kombination mit Vitamin C, D und Selen z. B. Unizink® Immun Plus (organisches Zinkcitrat plus Immun-Kombination). Bei nachgewiesenem Zinkmangel ist hingegen ein zugelassenes Arzneimittel die richtige Wahl am besten nach Beratung in der Apotheke.
Breite Kombination: Unizink® Immun Plus verbindet organisches Zinkcitrat mit Vitamin C, D, E, Selen, Beta-Glucan und Citrus-Bioflavonoiden, eine innerhalb der verglichenen Produkte besonders umfassende Immun-Kombination.
Nahrungsergänzung: Burgerstein® ZinkVital enthält gut bioverfügbares Zinkbisglycinat; Kombiprodukte mit Vitamin C, D oder Selen bieten u. a. Doppelherz® und Taxofit®.
Dosierung: Für die meisten Erwachsenen genügen 10–15 mg Zink pro Tag (EFSA-Obergrenze: 25 mg).
Die ausführliche Herleitung mit Bewertungskriterien und großem Vergleich lesen Sie in den folgenden Kapiteln das vollständige Fazit finden Sie in Kapitel 6.
Warum ist Zink für den Körper wichtig?
Zink ist ein essenzielles Spurenelement. Der Körper kann es nicht selbst herstellen und nur in geringen Mengen speichern – es muss daher regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen je nach Geschlecht und Ernährungsweise zwischen 7 und 16 mg Zink pro Tag.
Zink ist an mehr als 300 enzymatischen Prozessen beteiligt. Es spielt eine zentrale Rolle für:
- Immunsystem: Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und unterstützt die Abwehrkräfte – ein Grund, warum Zink in der Erkältungszeit häufig empfohlen wird.
- Zellteilung: Als Cofaktor bei DNA-Synthese und Zellwachstum ist Zink unverzichtbar für die Geweberegeneration.
- Haut: Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.
- Haare: Eine ausreichende Zinkversorgung leistet einen Beitrag zur Erhaltung normaler Haare.
- Nägel: Brüchige Nägel und weiße Flecken können ein Hinweis auf eine Unterversorgung sein – Zink ist am Aufbau von Keratin beteiligt.
- Schutz vor oxidativem Stress: Zink ist Bestandteil der körpereigenen antioxidativen Abwehr, unter anderem über das Enzym Superoxiddismutase.
Ein Zinkmangel kann sich unspezifisch äußern. Häufige Anzeichen sind eine erhöhte Infektanfälligkeit, schlecht heilende Wunden, Haarausfall, brüchige Nägel sowie trockene oder entzündliche Haut. Risikogruppen sind unter anderem ältere Menschen, Vegetarier und Veganer, Schwangere, Stillende, Leistungssportler sowie Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.
Welche Unterschiede gibt es bei Zinkpräparaten?
Zink ist ein essenzielles Spurenelement: Wer im Apothekenregal vor der Auswahl an Zinkpräparaten steht, merkt schnell: „Zink ist nicht gleich Zink.“ Die Produkte unterscheiden sich in mehreren entscheidenden Punkten.
Organische und anorganische Zinkverbindungen
Zink kommt in Präparaten immer in gebundener Form vor. Man unterscheidet zwei große Gruppen:
- Organische Zinkverbindungen wie Zink-Aspartat, Zinkbisglycinat, Zinkcitrat, Zinkgluconat oder Zinkorotat. Hier ist Zink an organische Säuren oder Aminosäuren gebunden. Diese Bindung erleichtert in der Regel die Aufnahme im Dünndarm.
- Anorganische Zinkverbindungen wie Zinksulfat und Zinkoxid. Sie sind kostengünstig in der Herstellung. Während Zinksulfat in Arzneimitteln gut etabliert ist, gilt Zinkoxid als schwer löslich – die Resorption hängt stärker vom pH-Wert im Magen ab.
Bioverfügbarkeit
Die Bioverfügbarkeit beschreibt, welcher Anteil des aufgenommenen Zinks tatsächlich im Körper ankommt. Sie ist abhängig von der Zinkverbindung, von der gleichzeitig aufgenommenen Nahrung (Phytate aus Vollkorn und Hülsenfrüchten hemmen die Aufnahme – dieser Effekt ist dosisabhängig; vgl. Lönnerdal 2000) und vom Zustand des Verdauungstrakts. Organische Zinkverbindungen wie Zink-Aspartat oder Zinkbisglycinat schneiden in Studien meist deutlich besser ab als reines Zinkoxid (Wegmüller et al. 2014; Gandia et al. 2007).
Verträglichkeit
Hochdosierte Zinkpräparate können bei empfindlichen Personen auf nüchternen Magen Übelkeit auslösen. Magensaftresistente Tabletten setzen den Wirkstoff erst im Dünndarm frei und schonen die Magenschleimhaut – ein wichtiger Aspekt bei Langzeitanwendung.
Dosierung
Die Dosierung der Präparate reicht von 5 mg bis 25 mg Zink pro Tablette. Höher ist hier nicht automatisch besser: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine tolerierbare Gesamtaufnahmemenge (UL) von 25 mg Zink pro Tag für Erwachsene festgelegt. Höhere Dauerdosen können die Kupferaufnahme stören.
Darreichungsformen
Übliche Darreichungsformen sind Tabletten, magensaftresistente Tabletten, Lutschtabletten, Brausetabletten und Kapseln. Brausetabletten sind angenehm einzunehmen. Magensaftresistente Tabletten gelten als besonders magenschonend.
Welche Zinkform ist die Beste?
- Zink ist essentiell — der Körper braucht es täglich für Immunsystem, Zellteilung, Haut, Haare und Nägel.
- Arzneimittel sind strenger reguliert als Nahrungsergänzungsmittel — Wirkstoffmenge und Verträglichkeit sind behördlich geprüft.
- Organische Zinkverbindungen (Zink-Aspartat, Zinkbisglycinat, Zinkcitrat) sind in der Regel besser bioverfügbar als anorganische.
- 10–15 mg pro Tag sind für die meisten Erwachsenen ausreichend; die EFSA-Obergrenze liegt bei 25 mg.
- Magensaftresistente Tabletten schonen den Magen — sinnvoll bei längerer Einnahme.
- Bei nachgewiesenem Mangel gehört die Auswahl in die Hand von Arzt oder Apotheker.
Welche Zinkform ist die Beste?
Die Diskussion um die „beste“ Zinkverbindung wird im Internet oft verkürzt geführt. Tatsächlich existieren mehrere gut bioverfügbare organische Formen, die in Studien jeweils besser abschneiden als Zinkoxid. Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Verbindungen anhand veröffentlichter Daten ein.
| Zinkverbindung | Klasse | Bioverfügbarkeit | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Zink-Aspartat | organisch | ★★★ hoch | An die körpereigene Aminosäure Asparaginsäure gebunden; in einer kleinen, vorläufigen Humanstudie besser resorbiert als Zinkgluconat (Piacenza/Malavolta 2023). |
| Zinkbisglycinat | organisch | ★★★ hoch | Chelatform; sehr gut bioverfügbar und magenfreundlich. |
| Zinkcitrat | organisch | ★★★ hoch | Citratform; in einer Humanstudie so gut resorbiert wie Zinkgluconat und deutlich besser als Zinkoxid (Wegmüller et al. 2014). |
| Zinkgluconat | organisch | ★★ mittel | Häufig in Lutschtabletten und Brausetabletten; in Humandaten ähnlich gut resorbiert wie Zinkcitrat (Wegmüller et al. 2014). |
| Zinkorotat | organisch | ★★ mittel | An Orotsäure gebunden; vor allem in Arzneimitteln; begrenzte direkte Resorptionsdaten. |
| Zinksulfat | anorganisch | ★★ mittel | Klassische Arzneimittelform; ggf. Magenreizung möglich. |
| Zinkoxid | anorganisch | ★ niedrig | Verbreitet in günstigen NEM; pH-abhängige Resorption. |
Die Einordnung basiert auf publizierten Resorptionsstudien und dient der Orientierung. Direkte Vergleichsstudien zwischen allen Zinkverbindungen liegen nicht vor.
Zinkcitrat, wie es in Unizink® Immun Plus enthalten ist, gehört zur Gruppe der organischen Verbindungen. Für Zinkcitrat liegen Humandaten vor, die eine hohe Bioverfügbarkeit belegen. Die Aufnahme ist mit der von Zinkgluconat vergleichbar und höher als die von Zinkoxid (Wegmüller et al. 2014). Zinkbisglycinat wie in Burgerstein® ZinkVital schneidet ebenfalls sehr gut ab und gilt als magenfreundlich. Anorganische Formen wie Zinksulfat sind in Arzneimitteln gut etabliert, können aber bei empfindlichen Personen den Magen reizen. Zinkoxid ist die preisgünstigste, aber im Durchschnitt am schlechtesten resorbierte Form.
Wichtig: Die Bioverfügbarkeit ist nicht der einzige Faktor. Verträglichkeit, Tablettenform (magensaftresistent vs. konventionell) und Einnahmezeitpunkt sind ebenfalls entscheidend. Unizink® Immun Plus kombiniert organisches Zinkcitrat mit Vitamin C, D, E, Selen, Beta-Glucan und Citrus-Bioflavonoiden. Diese umfassende Immun-Kombination ist innerhalb der verglichenen Produkte besonders breit aufgestellt.
Fazit
Der Markt für Zinkpräparate ist groß und unübersichtlich. Wenn Sie die in diesem Ratgeber dargestellten Kriterien systematisch anwenden, erkennen Sie schnell, dass es deutliche Qualitätsunterschiede gibt.
Zugelassene Arzneimittel haben gegenüber Nahrungsergänzungsmitteln einige strukturelle Vorteile: eine behördlich geprüfte Wirkstoffmenge und klar dokumentierte Verträglichkeit. Wer einen ärztlich diagnostizierten Zinkmangel behandeln möchte, sollte daher zu einem Arzneimittel greifen am Markt sind unter anderem Unizink® 50 (Zink-Aspartat), Zinkbrause Verla® (Zinksulfat) und Zinkorot® (Zinkorotat). Welches davon individuell passt, hängt von Verträglichkeit, gewünschter Darreichungsform und Tagesdosis ab.
Wer das Immunsystem gezielt unterstützen möchte, ist mit einem Kombipräparat gut beraten: Unizink® Immun Plus verbindet organisches Zinkcitrat mit Vitamin C, D, E, Selen, Beta-Glucan und Citrus-Bioflavonoiden. Weitere Kombiprodukte mit Vitamin C, D oder Selen bieten u. a. Doppelherz® und Orthomol®; mit Zinkbisglycinat ist Burgerstein® ZinkVital eine Option.
Orientieren Sie Ihre Entscheidung an den vorgestellten objektiven Kriterien, nicht an Werbeversprechen. Im Zweifel ist die Apothekenberatung Ihre beste Anlaufstelle.
Häufig gestellte Fragen zum Thema
Zink
Zink
Die EFSA hat für Erwachsene eine tolerierbare Gesamtaufnahmemenge von 25 mg Zink pro Tag festgelegt – inklusive der Zinkmenge aus der Nahrung. Übliche Therapiedosen liegen bei 10–15 mg pro Tag. Höhere Dauerdosen sollten nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.
Arzneimittel sind behördlich zugelassen, müssen Wirksamkeit und Unbedenklichkeit belegen und unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Nahrungsergänzungsmittel sind lebensmittelrechtlich geregelt – die Anforderungen sind geringer.
Organische Verbindungen wie Zink-Aspartat, Zinkbisglycinat und Zinkcitrat gelten als besonders gut bioverfügbar. Zinkoxid wird im Vergleich am schlechtesten resorbiert.
Idealerweise nehmen Sie Zink etwa 30–60 Minuten vor einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit ein. Calcium, Eisen und Phytate aus Vollkorn können die Aufnahme verringern.
Magensaftresistente Tabletten lösen sich erst im Dünndarm. Das schützt die Magenschleimhaut und sorgt dafür, dass Zink dort freigesetzt wird, wo es resorbiert wird.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei Verdacht auf Zinkmangel oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Quellen & Hinweise
- Herstellerangaben und Produktinformationen der jeweiligen Anbieter (Stand 2026)
- Apotheken Umschau, Beipackzettel der verglichenen Zinkpräparate
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Referenzwerte für die Zufuhr von Zink
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), Wissenschaftliche Stellungnahme zu Zink
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Stellungnahme zur Abgrenzung von Zinkpräparaten
- Wegmüller R et al. „Zinc absorption by young adults from supplemental zinc citrate is comparable with that from zinc gluconate and higher than from zinc oxide.“ J Nutr 144(2):132–136 (2014). doi:10.3945/jn.113.181487
- Lönnerdal B. „Dietary factors influencing zinc absorption.“ J Nutr 130(5S Suppl):1378S–1383S (2000). doi:10.1093/jn/130.5.1378S
- Gandia P et al. „A bioavailability study comparing two oral formulations containing zinc (Zn bis-glycinate vs. Zn gluconate) after a single administration to twelve healthy female volunteers.“ Int J Vitam Nutr Res 77(4):243–248 (2007). doi:10.1024/0300-9831.77.4.243
- Schölmerich J et al. „Bioavailability of zinc from zinc-histidine complexes — comparison with zinc sulfate in healthy men.“ Am J Clin Nutr 45(6):1480–1486 (1987).



