Verdauungsprobleme: Symptome bei gestörter Verdauung

Die Verdauung der Nahrung ist ein mehrstufiger Prozess, der mehrere Tage andauert und an dem verschiedene Organe beteiligt sind. Gerät das komplexe System durch einseitige Ernährung, Stress, Erkrankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente aus dem Gleichgewicht, kann sich das durch verschiedene Symptome bemerkbar machen, die einzeln oder in Kombination auftreten. Typische Anzeichen und Merkmale einer gestörten Verdauung haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Blähungen und Völlegefühl

Von Blähungen sind viele Menschen unmittelbar nach dem Essen betroffen. Die Beschwerden, die auf die vermehrte Bildung von Gasen bei der Verdauung – beispielsweise nach dem Verzehr blähender Lebensmittel wie Hülsenfrüchte und Kohlgemüse oder einem schnellen Herunterschlingen der Mahlzeit – zurückgehen, können sich auf verschiedene Weise äußern:

  • Entweichen die Gase über den After, spricht man von Flatulenzen. Zehn bis 20 „Darmwinde“ pro Tag gelten als normal. Treten sie jedoch häufiger auf und sind zusätzlich noch von Geräuschen oder eine unangenehmen Geruch begleitet, wird das als sehr belastend und peinlich empfunden.
  • Die Gasbildung kann sich auch mit einem Blähbauch bemerkbar machen: Der Bauch ist teilweise sichtbar vorgewölbt und die Kleidung spannt, zusätzlich können nach dem Essen ein unangenehmes Völlegefühl, Bauchschmerzen und lautes Grummeln auftreten.
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Durchfall

Zu den häufigsten Verdauungsproblemen zählt Durchfall. Die Diarrhoe, wie man das Symptom in Fachkreisen nennt, ist durch eine öfter als dreimal pro Tag stattfindende Ausscheidung von Stuhl mit breiiger bis flüssiger Konsistenz gekennzeichnet. Zu den Begleitsymptomen von Durchfall zählen Übelkeit und Erbrechen, krampfartige Bauchschmerzen und Fieber.

Für akuten Durchfall sind in erster Linie Bakterien verantwortlich. Er tritt häufig auf Reisen auf, wenn Urlauber verschmutztes Wasser (z.B. in Eiswürfeln) oder kontaminierte Lebensmittel wie frisches Obst oder rohes Fleisch und Fisch zu sich nehmen. Einer chronischen Diarrhoe können Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten, starke psychische Belastungen und Reizdarmsyndrom oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen zugrunde liegen.

Um den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen, sollte Durchfall schnell behandelt werden.

Verstopfung

Schwierigkeiten beim Stuhlgang treten auch bei einer Verstopfung auf. Um eine Obstipation handelt es sich nicht nur, wenn die Darmentleerung seltener als dreimal pro Woche stattfindet. Alternativ oder ergänzend können sich auch folgende Beschwerden zeigen:

  • Der Stuhlgang ist erschwert und nur durch starkes Pressen oder manuelle Unterstützung möglich
  • Der Stuhl ist hart oder klumpig
  • Betroffene haben das Gefühl, dass keine vollständige Darmentleerung stattfindet oder als gäbe es bei der Passage des Stuhls ein Hindernis

Äußern sich Verdauungsprobleme durch Verstopfung können damit auch Bauchschmerzen Blähbeschwerden wie Flatulenzen und Völlegefühl oder Appetitlosigkeit einhergehen. Aufgrund des starken Pressens bei der Stuhlentleerung kann es bei chronischer Verstopfung auch zu unangenehmen Folgeerscheinungen wie Hämorrhoiden und Analfissuren kommen.

Faktoren wie eine ballaststoffarme Ernährung, unzureichende Flüssigkeitszufuhr und Bewegungsmangel können einen trägen Darm begünstigen. Zudem kann eine chronische Obstipation durch verschiedene Erkrankungen und die Einnahme bestimmter Medikamente verursacht werden.

Sodbrennen

Sodbrennen kann nach einer besonders üppigen oder fettigen Mahlzeit, scharf gewürzten Speisen und dem Genuss von Alkohol auftreten. Dabei steigt der Mageninhalt in der Speiseröhre auf (Reflux) und verursacht saures Aufstoßen und brennende Schmerzen hinter dem Brustbein. Betroffene klagen häufig auch über ein Druckgefühl im oberen Bauchraum. Steigt der Magensaft bis in Hals und Mund, macht sich das durch Räuspern und Husten sowie einen unangenehmen Geschmack im Mund bemerkbar. Im Liegen nehmen die Beschwerden zu.

Tritt Sodbrennen ständig auf, kann das auf die Refluxkrankheit hinweisen. Sie entsteht, wenn die Ventilfunktion des Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen gestört ist, so dass der saure Magensaft in die empfindliche Speiseröhre gelangen kann.

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Behandlung von Verdauungsproblemen

Ob Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen oder Blähungen – was hilft gegen Verdauungsprobleme sind bestimmte nicht-medikamentöse Basismaßnahmen.

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Verdauungsbeschwerden und Symptome – Wissenswertes auf einen Blick

Verdauungsprobleme können sich auf ganz unterschiedliche Weise äußern. Die häufigsten Symptome:
  • Blähungen treten als häufige und teilweise übelriechende Flatulenzen zutage und/oder in Form eines stark aufgeblähten Bauchs und einem Völlegefühl nach dem Essen
  • Bei Durchfall findet mindestens dreimal pro Tag die Ausscheidung von sehr weichem oder wässrigen Stuhl statt
  • Verstopfung ist durch seltenen oder erschwerten Stuhlgang gekennzeichnet. Der Kot ist hart und fest.
  • Sodbrennen ist durch saures Aufstoßen und ein Brennen hinter dem Brustbein gekennzeichnet. Es entsteht häufig nach dem Verzehr fettiger und scharf gewürzter Speisen.

Lembcke, B. „Differenzialdiagnose der Diarrhö“. Zeitschrift für Gastroenterologie 52, Nr. 08 (11. August 2014): 831–40.

Misselwitz, Benjamin, und Reiner Wiest. „Abdominelle Distension und Blähungen“. Schweizer Gastroenterologie 2, Nr. 3 (September 2021): 82–95.

Mönnikes, H., M. Goebel-Stengel, M. Schmidtmann, M. Pascu, J. Königer, und I. van der Voort. „Chronische Obstipation: Rationales Management bei Erwachsenen“. Der Gastroenterologe 8, Nr. 5 (September 2013): 425–31.

Paas, Doris. „Ursachen für Verdauungsprobleme“. Ernährung & Medizin 28, Nr. 03 (6. September 2013): 120–23.

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