Tipps bei Hauterkrankungen

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Ob Neurodermitis, Schuppenflechte, Nesselsucht oder Akne – Erkrankungen der Haut sind weit verbreitet.

Chronische Hauterkrankungen können für Betroffene zu einer erheblichen Belastung werden. Vor allem sichtbare Symptome können zu einem Stigmatisierungsgefühl und Unsicherheiten im Alltag führen. Die psychische Belastung kann wiederum die Beschwerden verschlechtern. Denn die Haut ist ja bekanntlich der Spiegel der Seele. Dadurch können Betroffene in einen Teufelskreis geraten. Hautausschläge und -entzündungen können sowohl auf allergischen als auch entzündlichen Reaktionen beruhen.

Ernährung

Da die Haut über den Blutweg mit Nährstoffen versorgt wird, ist eine vollwertige, ballaststoff- und vitalstoffreiche Ernährung wie die traditionelle Mittelmeerkost mit viel frischem Obst, Gemüse, Salat, Olivenöl, frischen Kräutern und Gewürzen, Hülsenfrüchten, Nüssen und fetten Fischen wie Lachs, Makrele und Hering zu empfehlen. Vor allem die genannten Fische sind reich an entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren. Milchsäure Produkte wie Sauerkraut, Naturjoghurt und Kefir sind ebenfalls von Vorteil. Am besten ist es natürlich, wenn die meisten Lebensmittel aus kontrolliert-biologischem Anbau stammen. Über diesen Ernährungsstil wird auch die Darmflora positiv beeinflusst, die für das Immunsystem eine große Rolle spielt.  Kuhmilch, Zucker und Weißmehlprodukte Schweinefleisch und Wurstwaren sind ebenfalls eher ungünstig. Auf umstrittene Lebensmittelzusatzstoffe (Farb- und Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Emulgatoren usw.) sollte konsequent verzichtet werden.

Weitere Lebensstilfaktoren

Der Verzicht auf Zigaretten, wenig oder gar kein Alkohol, maßvolle Sonnenbäder und viel Bewegung an der frischen Luft wirken sich ebenfalls positiv auf die Haut aus.

Meiden von Kontaktallergenen

Häufige Kontaktallergene sind neben Nickel, einige Chromverbindungen, Duftstoffe, Formaldehyd, Perubalsam, Parabene und andere Konservierungsstoffe, Wollwachsalkohole, Epoxidharz, das Lokalanästhetikum Benzocain, Antibiotika wie u.a. Neomycin, bestimmte Pflanzen (hauptsächlich aus der Familie der Korbblütler wie z. B. Chrysanthemen, Arnika), etc.

Schadstofffreie Kleidung

Für den Baumwollanbau wird nicht nur viel Wasser eingesetzt, sondern auch Pflanzenschutz-, Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel, die bei uns teilweise verboten sind. Je höher der Tragekomfort (fusselfrei, schmutzabweisend, pflegeleicht etc.), umso mehr Chemie wurde verwendet. Auch zum Färben der Stoffe werden häufig Substanzen genutzt, die Blei, Chrom und Kupfer enthalten. Diese können Allergien verursachen und krebserregend sein. Kleidung, die in Containern verschifft wird, kann zudem Rückstände von Schimmelpilzmitteln und Bioziden aufweisen, da die Laderäume damit behandelt werden. Daher sollte die Kleidung vor dem ersten Tragen immer erst gewaschen werden.

Besonders Patienten mit Schuppenflechte sollten weite, bequeme, luftdurchlässige und schadstoffgeprüfte Baumwollkleidung bevorzugen, da die Erkrankung häufig schon durch mechanische Reizungen ausgelöst bzw. verschlechtert werden kann. Zudem sind Waschmittel für sensible Haut geeignet.

Gutes Stressmanagement

Stress fördert Entzündungen und kann daher auch allergische Symptome verschlimmern.

Reinigung der Haut

Verzichte auf lange, ausgiebige Wannenbäder, da sie die Haut austrocknen können. Dusche möglichst kurz und nicht zu heiß, und verwende milde natürliche Reinigungsprodukte.

Hautpflege

Ein Akne-Patient benötigt natürlich eine andere Pflege als beispielsweise Patienten mit Neurodermitis und Schuppenflechte. Patienten mit Akne sollten folgende Inhaltsstoffe in Cremes meiden: Cetylalkohol, Erdnussöl, Kakaobutter und Polyethylenglykole.

Die Verträglichkeit von Kosmetikprodukten wie Cremes etc. solltest du vor dem ersten Gebrauch immer erst durch das Auftragen einer geringen Menge in der Ellenbeuge testen. 

Hypoallergene Pflegeprodukte sollten eigentlich frei von Stoffen mit bekanntem allergenen Potenzial sein. Der Begriff „hypoallergen“ ist jedoch rechtlich nicht geschützt und bietet deshalb keine Unbedenklichkeitsgarantie. Auch Körperpflegemittel mit dem Prädikat „sensitiv“ enthalten zum Teil Inhaltsstoffe, die Allergien verursachen können oder hautunverträglich sind.

Einen besseren Schutz dürfte da das Logo des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (daab) auf den Produkten bieten.

Es hat sich bewährt, wenn Pflegecremes im Kühlschrank aufbewahrt und kalt aufgetragen werden. Sie sollten zudem aus möglichst wenigen Inhaltsstoffen bestehen und frei von Emulgatoren, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen sein.

Setze auch bei der Hautpflege auf zertifizierte Naturkosmetik-Pflegeprodukte, die frei von potenziell reizenden Stoffen wie Alkohol, Mineralöl, Konservierungs-, Duftstoffen und Parabenen sind. Vorteilhaft für Neurodermitis- und Schuppenflechte-Patienten sind Hautpflegeprodukte mit natürlichen, rückfettenden, beruhigenden Inhaltsstoffen, die die natürliche Hautbarriere stärken, wie z. B. Nachtkerzenöl, Aloe vera oder Betulin.

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Ausreichend Schlaf

Der sogenannte Schönheitsschlaf ist für die Haut äußerst bedeutsam, da nachts Regenerations-prozesse stattfinden.

Ausreichend Flüssigkeitszufuhr

Alle Funktionen der Haut werden durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von 1,5 bis 2 Litern täglich in Form von Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees sowie Gemüsesäften unterstützt.

Zink

Von allen Körpergeweben weist die Haut den dritthöchsten Gehalt an Zink auf. Die Einnahme des Spurenelementes Zink fördert nicht nur die Wundheilung. Zink wirkt auch entzündungshemmend und gilt als Radikalfänger. Denn entzündliche Erkrankungen gehen mit der Bildung von freien Radikalen einher. Bei einem Zinkmangel erhöht sich das Risiko für Hautpilzinfektionen, Akne, Allergien, Neurodermitis und Schuppenflechte.

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