Zeckenschutz bei Haustieren

Gesund bleiben durch Zeckenschutz

Zecken übertragen gefährliche Krankheiten.  2018 gab es so viele Zecken wie seit Jahren nicht mehr. Dabei ist schon im Frühjahr die Gefahr eines Zeckenstiches groß! Besonders ausgedehnte Spaziergänge in Wald und Wiesen bergen ein hohes Risiko, diesen Quälgeistern zu begegnen. Dabei sollten nicht nur wir Menschen gut gewappnet sein, auch unsere vierbeinigen Begleiter brauchen einen optimalen Schutz, um Abenteuer zeckenfrei zu erleben.

Es kann sich anfühlen wie ein grippaler Infekt, die Muskeln und Gelenke schmerzen. Häufig fällt anfangs ein roter Ausschlag auf. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Schwindel, Übelkeit, Sehbeschwerden – all dies sind noch die harmloseren Symptome einer Infektion mit Borrelien. Selbst Jahre nach der Ansteckung kann sich die Infektion mit Gelenkentzündungen und sogar Nervenkrankheiten bemerkbar machen.

Die Lyme-Borreliose ist eine Krankheit, die durch ein Bakterium der Art Borrelia burgdorferi übertragen wird. Die Erkrankung ist manchmal schwer zu diagnostizieren und muss mit Antibiotika behandelt werden. Anstecken kann man sich nur durch den Stich einer Zecke, nicht etwa durch andere Menschen. Je nach Region tragen bis zu 30% der Blutsauger die Bakterien in sich, das Infektionsrisiko ist also dementsprechend hoch. Auch die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Hirnhautentzündung, wird von Zecken übertragen. Gegen die FSME kann man sich impfen lassen, gegen Borrelien allerdings nicht.

Zecken sind überall

Im Wald, auf Wiesen, in Büschen, aber auch in Parks und gut gepflegten Stadtgärten – überall sind Zecken. Durch den Klimawandel und andere Faktoren vermehren sich die Parasiten immer mehr und schon fast 160 Landkreise in Deutschland werden vom Robert-Koch-institut als FSME-Risikogebiete ausgewiesen.

Klettern die Temperaturen über 6°C, werden Zecken aktiv und suchen nach einer Blutmahlzeit. Auf Gräsern und in Sträuchern lauern sie auf Mensch und Tier.

Um sich vor Zeckenstichen zu schützen, sollte man beim Naturspaziergang auch im Sommer lange Kleidung tragen und beim Wandern durch Wiesen und Büsche zudem die Hosenbeine in die Socken stecken. Zu Hause ist es wichtig, den ganzen Körper nach den kleinen Parasiten abzusuchen. Zusätzlich können geeignete Präparate zur Zeckenabwehr angewendet werden, der Schutz ist aber zeitlich begrenzt.

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Auch schützenswert: Haustiere

In deutschen Haushalten leben bis zu 14 Millionen Katzen und bis zu neun Millionen Hunde mit ihren Besitzern unter einem Dach. Die tierischen Freunde bringen nicht nur Freude ins Haus, sondern können genau wie wir Menschen von gefährlichen Parasiten befallen werden. Und die machen nicht nur den Menschen, sondern auch das Tier krank: Fieber, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Gelenkentzündungen und Lahmheit können die Folgen einer Lyme-Borreliose für das geliebte Tier sein.

In ihrem dichten Fell tragen ungeschützte Hunde und Katzen zudem häufig gleich mehrere Zecken ins Haus – und das nach jedem Streifzug im Garten oder dem Gassi gehen. Daher ist auch hier ein konsequenter Zeckenschutz erforderlich.

Vorbeugen und schützen

Um nicht durch Zecken krank zu werden, muss man schon im Frühjahr vorsorgen. Dies gelingt am wirkungsvollsten durch eine Behandlung des Haustieres mit einem bewährten Anti-Zecken-Mittel. Ein gutes Mittel gegen Zecken für Hunde und Katzen fängt schon an zu wirken, bevor die Blutsauger überhaupt zustechen. Außerdem macht es vorhandene Zecken innerhalb von 48 Stunden unschädlich.

Geben Sie z. B. ein sogenanntes Kontakt-Antiparasitikum, das zuverlässig Zecken, Flöhe und Haarlinge bekämpft. Hunde und Katzen sind nach der Behandlung einige Wochen vor Zecken geschützt. 

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