Energiekrise, Inflation und Klimakrise: So trotzt du teuren Zeiten und schonst die Umwelt

Du merkst, wie das Geld am Ende des Monats immer knapper wird? Du musst bereits am Ende des Monats das Ersparte anzapfen? Dann bist du damit nicht allein. Die Sparkassen alarmieren: Circa 60 Prozent leben mittlerweile von Ihren Spareinlagen. Wer weniger als 3600 netto Haushaltseinkommen pro Monat verfügt, gilt seit der Inflation als arm. Das ist nicht gerade wenig. Gleichzeitig ziehen die Preise stetig und enorm an. Wie kann ich Geld sparen und gleichzeitig meine Gesundheit schützen? Im Folgenden findest du viele Punkte, mit denen du nicht nur sparst und gesund bleibst, sondern gleichzeitig deinen ökologischen Fußabdruck verringerst. 

Welche Raumtemperatur ist ideal?

Im Wohnzimmer liegt die ideale Raumtemperatur bei 20 Grad. Wenn du nicht nur auf der Couch liegst oder am Tisch sitzt, sondern dich viel bewegst, sind 19 Grad auch in Ordnung. Darunter erhöht sich deine Infektanfälligkeit. Dein Schlafzimmer belässt du bei 18 Grad, in der Küche sind sogar 17 bis 18 Grad in Ordnung. Im Bad sollte es etwas wärmer sein, hier ist die ideale Zimmertemperatur 20 Grad.

Wichtig ist die ideale Raumtemperatur auch, um Schimmelbildung vorzubeugen. Schimmel kann deine Allergien verschlimmern oder neue Allergien entstehen lassen.

Wie lüfte ich richtig?

Vermeide gekippte Fenster, sondern setze auf Stoßlüften. D. h. du öffnest drei- bis viermal am Tag deine Fenster weit und lässt ca. 10 Minuten frische Luft in deine Wohnung oder dein Haus. Ideal ist es, wenn du alle Fenster gleichzeitig weit aufreißt. Hier kann die Luft besonders gut zirkulieren. Achte darauf, in dieser Zeit die Heizung auszumachen. Wenn du Fenster länger gekippt hältst, kühlt das Gemäuer aus, was Schimmelbildung begünstigen kann. Außerdem erhöht dies die Heizkosten enorm. Beim Stoßlüften kann die frische Luft außerdem besser zirkulieren und verbrauchte Luft besser abtransportiert werden. Gerade wenn du Wäsche in der Wohnung aufhängst, viele Pflanzen hast oder Kondenswasser am Fenster bemerkst, ist regelmäßiges und richtiges Lüften wichtig. Auch wenn du einfach das Gefühl hast, die Luft ist „schlecht“, solltest du lüften.

Wie heize ich richtig?

Wie oben bereits erwähnt, ist es wichtig, beim Lüften die Heizung auszuschalten. Auch in Räumen, die du nicht oder nur selten nutzt, schalte die Heizung aus. Bei Schimmelgefahr solltest du sie nicht ausschalten, aber zumindest runterfahren. Wenn du ein paar Tage wegfährst, drehe die Heizung aus. Achtung: Im Winter solltest du die Heizung nicht ganz ausschalten, sondern auf das Stern- bzw. Schneeflockensymbol drehen. Das dient dem Gefrierschutz.

Die Zahlen auf dem Heizungsrad stehen übrigens für konkrete Celsius-Angaben. Die Eins steht für 12 Grad, die Zwei für 16 Grad, die Drei für 20 Grad. 24 Grad wird es auf Stufe 4 und 28 Grad auf Stufe 5. Wenn du also die Fenster öffnest und die Heizung nicht runterdrehst, heizt deine Heizung noch mehr, um die Raumtemperatur konstant zu halten.

Den Körper warmhalten trotz kalter Temperaturen

Wenn du wegen der hohen Energiekosten deine Heizung nicht übermäßig aufdrehen möchtest, du aber trotzdem schnell frierst: Schaff dir eine kuschelige Wärmflasche an. Da das Wasser sowieso nicht kochend heiß sein darf, reicht auch heißes Wasser aus der Leitung. Füge mehrere Löffel Salz hinzu, so bleibt die Wärmflasche länger warm. Lege die Wärmflasche nie ohne Bezug auf die nackte Haut, das kann zu Verbrennungen führen.

Gehe draußen auch bei kalten Temperaturen viel spazieren. Es stärkt dein Immunsystem und deine Schleimhäute. Weiterer positiver Effekt: Wenn du wieder in die Wohnung kommst, erscheint dir diese viel wärmer als zuvor.

Trage zuhause warme Wollsocken und Hausschuhe. Achte dabei darauf, dass diese atmungsaktiv sind, z. B. aus Schurwolle. Sonst entsteht schnell eine Fußpilzgefahr!

Investiere in eine qualitativ hochwertige Wolldecke. Oder lass dir eine zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenken. Du wirst den Unterschied schnell merken.

Wenn du eine sitzende Tätigkeit im Büro, Homeoffice oder in der Freizeit nachgehst, achte darauf, dass du dich dazwischen immer mal wieder bewegst. So hältst du deinen Körper warm.

Solltest du im Herbst oder Winter ins Schwimmbad wollen, wirst du merken, dass dort das Badewasser nun viel kühler ist. Das ist nicht schlimm, weil du dich im Wasser bewegst. Achte aber auf eine kürzere Badezeit. Vor allem bei Kindern, die erst noch schwimmen lernen. Trockne diese sofort nach dem Schwimmen ab und hülle sie in ein Badetuch oder einen Bademantel.

Waschlappen, Duschen oder Baden?

Um Energie zu sparen und deiner Gesundheit etwas Gutes zu tun, kannst du kalt duschen und kalt Händewäschen. Wenn du mindestens 30 Sekunden Hände wäschst, ist auch kaltes Wasser vollkommen in Ordnung. Kaltes Duschen unterstützt nachweislich deine Immunabwehr, kann dir beim Abnehmen helfen, Entzündungen und Depressionen lindern. Auch Haut, Haare und dein Intimbereich danken es dir, wenn die Wassertemperatur nicht zu hoch ist. Doch Vorsicht: Wenn du bereits krank bist, verzichte ganz auf das Duschen oder wähle eine angenehme Temperatur für dich.

Wenn du aus der kalten Dusche schlüpfst, dann kuschle dich in einen warmen Bademantel ein, damit du nicht unnötig auskühlst.

Frage dich auch, ob du wirklich duschen musst. Dermatolog:innen raten sogar zu höchstens zweimal pro Woche Duschen, wenn du Gesicht, Achseln und Intimbereich mit Waschlappen reinigst. Gerade im Winter schwitzt du viel weniger und kannst viel Geld sparen, wenn du auf Waschlappen und/oder Trockenshampoo setzt.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass beim Duschen durchschnittlich weniger Wasser verbraucht wird als bei einem Vollbad. Noch mehr Wasser kannst du sparen, wenn du einen Sparduschkopf installierst.

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Beim Wäsche waschen sparen

Hier kannst du richtig viel Energie sparen und trotzdem gesund durch die Energiekrise kommen: Auch bei kälterer Waschtemperatur erhältst du hygienisch saubere Wäsche. Für die meisten Kleidungsstücke sind 30 Grad vollkommen ausreichend.

Lasse deine Wäsche anschließend an der Luft statt im Trockner trocknen. Wenn du einen Balkon, einen Keller, einen Speicher oder einen Garten hast, dann ist hier der beste Ort zum Trocknen deiner Wäsche. Ansonsten achte darauf, dass du den Raum ausreichend heizt und lüftest – beides jedoch nie gleichzeitig!

Mobilität: unterwegs sparen

Auch wenn du deine Mobilität unter die Lupe nimmst, wirst du merken, dass Gesundheit und Energiesparen Hand in Hand gehen. Lass dein Auto zu Hause stehen und fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Wenn deine Arbeit zu weit weg ist, prüfe, inwieweit du auf Zug und öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder Fahrgemeinschaften bilden kannst. Solltest du auf dein Auto angewiesen sein, dann fahre energiesparend: 100 km/h auf der Autobahn, 80 hm/h auf Landstraßen und 30 km/h in Städten.

Nutze im Büro die Treppe anstatt des Aufzuges. Der Aufzug verbraucht ungefähr 3 % bis 8 % des gesamten Energieverbauchs eines Gebäudes. Auch im Leerbetrieb verbraucht der Aufzug Energie durch z. B. Beleuchtung und Türbetrieb. Je öfter du den Aufzug ignorierst, umso mehr kannst du nicht nur deinen ökologischen Fußabdruck verbessern, sondern auch deine Gesundheit ankurbeln. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin schreibt: „Eine Studie der Universität Genf belegt, dass Treppensteigen bei vorher inaktiven Personen bereits nach 12 Wochen zu einer Reduzierung des Körpergewichts, des Fettanteils im Gewebe und des Cholesterins führt“.

Ist Onlineshopping umweltschädlich?

Auch zum Supermarkt oder in ein anderes Ladengeschäft lässt es sich oft zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Wenn du größere Mengen einkaufen musst, kann es sogar ratsam sein, dir die Lebensmittel liefern zu lassen, anstatt selbst in das Auto zu steigen. Das Umweltbundesamt wertete Studien zur Ökobilanz von Onlineshopping versus Einkauf im Ladengeschäft aus und kam zu dem Schluss, dass Onlineshopping in der Regel weniger CO2 verbraucht als der Einkauf im Ladengeschäft. Das gilt nicht nur für den Supermarkteinkauf, sondern auch für Mode, Elektrogeschäfte & Co.

Besonders ratsam ist es, wenn möglich, Fahrradkuriere zu wählen. Doch Achtung: Fahrradkuriere sind nicht per se umweltschonender. Wichtiger ist, wie viel CO2 die Produkte vorher schon verbraucht haben, also wie lange der Transportweg bereits war. Manche Lieferservices bieten auch die Möglichkeit, Lieferzeiten auszuwählen, die energieschonender sind. Weil die Lieferwägen sowieso schon in deiner Gegend unterwegs sind. Doch Achtung: Oftmals zahlst du mehr als im Ladengeschäft. Willst du sparen, fahre mit deinem Fahrrad, großem Rucksack und Fahrradkorb zum Supermarkt. Wenn der Supermarkt fußläufig ist, besorge dir einen Einkaufstrolley. Ein Trolley schont deinen Rücken und du kannst auch schwerere Gegenstände damit leichtfüßig transportieren. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Designs, z. B. klapp- oder faltbare Trolleyboxen oder modern bedruckte Einkaufstrolleys. Diese haben nichts mehr gemeinsam mit dem Trolleymodell 1.0, den du sicherlich bereits bei vielen Senior:innen gesehen hast.

Wenn du die CO2-Bilanz weiter verbessern möchtest, achte darauf, dass dein Anbieter Obst und Gemüse nicht weltweit, sondern regional bezieht. Das Gleiche gilt auch für andere Produkte, wie z. B Kleidung. Informiere dich und wähle vorher gut aus, sodass du Rücksendungen, wie es in der Kleidungsindustrie üblich ist, minimieren kannst.

Günstig, nachhaltig und gesund ernähren

Mit regionalem Obst und Gemüse kannst du deinen ganzen Nährstoffbedarf decken. Auch hierzulande gibt es tolle Alternativen zu Mango & Co. Dann brauchst du auch nicht auf teure Nahrungsergänzungsmittel umzusteigen.

Wenn du fleischärmer isst, kannst du das Risiko, an Diabetes oder Stoffwechselerkrankungen zu erkranken, minimieren. Es schont dein Herz-Kreislauf-System und senkt die Wahrscheinlichkeit für Herzkrankheiten. Fleischarme Ernährung hat nicht nur eine bessere CO2-Bilanz, ist gut für deine Gesundheit, sondern schont auch noch deinen Geldbeutel. Aber auch hier gilt: Ein vegetarischer oder veganer Ernährungsstil ist nicht per se gesünder. Achte darauf, wenn du Fleisch isst, vor allem unverarbeitetes Fleisch zu verzehren (also Würste & Co. zu vermeiden).

Wie kannst du noch Positives in der derzeitigen Energiekrise bewirken und sparen? Es klingt banal, trinke Leitungswasser statt Sprudel. Um Sprudel in das Wasser zu bringen, wird CO2 gebraucht. Dieses ist allerdings ein knappes Gut geworden (paradox, wenn man bedenkt, dass in der Erdatmosphäre zu viel davon vorhanden ist). Außerdem legt Mineralwasser teils lange Wege zurück, vor allem wenn es importiert wird, was wiederum zu einem größeren CO2-Umsatz führt. Gerade Glasflaschen sind sehr schwer und beim Transport wird mehr CO2 ausgestoßen. Leitungswasser dagegen kommt durch die Leitungen direkt und unverpackt bei dir an. Und ist auch noch viel günstiger als Sprudel aus der Getränkeflasche. Sauber sind sowohl Leitungswasser als auch Mineralwasser. Zwar wird immer mal wieder kritisiert, dass Leitungswasser weniger Mineralstoffe, wie z. B. Kalzium oder Magnesium, enthalte. Das ist gerade bei weichem, also kalkarmem Wasser der Fall. Doch auch Mineralwasser kann mineralstoffarm sein, da es keine gesetzlich geregelten Untergrenzen gibt. Wasser als Mineralstoffquelle wird oftmals idealisiert: „Wissenschaftler der Universität Paderborn haben allerdings schon vor Jahren kritisiert, dass die Bedeutung von Wasser als Mineralstoffquelle deutlich überschätzt werde“, schreibt zum Beispiel Ökotest. Beim Gesundheitsaspekt sind sie gleichauf. Nur wenn du einen empfindlichen Magen hast oder oft aufstoßen musst, solltest du lieber auf Sprudelwasser verzichten. Zu bedenken gilt auch der Einfluss von möglichen Mikroplastikteilen oder Weichmachern von Mineralwasserplastikflaschen.

Achte auch darauf, deine Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Verschaffe dir einen genauen Überblick, was du im Kühlschrank vorrätig hast, wo das Mindesthaltbarkeitsdatum knapp wird. Hier findest du einen Überblick zu vier Speisekammer-Apps, die dir dabei helfen. So sparst du nicht nur ordentlich Geld, sondern du tust auch der Umwelt Gutes.

Wenn du weitere Ideen hast, wie du sparsam, ökologisch und gesund durch durch die Energiekrise kommst, dann schreib uns eine E-Mail an info[at]dein.drvital.de.

https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/oekonomie/sparkassen-warnen-3.600-euro-netto-ist-die-neue-armutsgrenze-13376651

https://www.rnd.de/gesundheit/temperaturen-unter-19-grad-in-der-wohnung-schimmel-blutdruck-erkaeltung-das-bedeutet-energiesparen-T5ZMQ4DYTFANBEFOE4OLWRPT3E.html

https://www.pronovabkk.de/presse/pressemitteilungen/gesund-durch-die-energiekrise.html

https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/schimmel/richtig-lueften-schimmelbildung-vermeiden

https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/sparsam-durch-die-energiekrise

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https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/ist-energie-sparen-und-wasser-sparen-ungesund,TJBPEwZ

https://www.oekotest.de/gesundheit-medikamente/Wie-oft-duschen-ist-gesund-Und-wie-oft-die-Haare-waschen_10778_1.html

https://www.htw-berlin.de/fileadmin/HTW/Zentral/ZHV_IIQM_-_Qualitaetsmanagement/Energiespartipp_Nr._5-Treppen_anstatt_Aufzug.pdf

https://www.quarks.de/umwelt/online-shopping-klimafreundlicher-als-einkauf-im-geschaeft/

https://www.oma-kocht.de/fleischarmer-leben-tipps-erste-schritte/

https://www.oekotest.de/essen-trinken/Leitungswasser-trinken-Besser-als-Mineralwasser-aus-Flaschen-Das-sind-die-Gruende_11316_1.html

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